arche noVa
arche noVa arbeitet mit lokalen Partnern.
arche noVa lässt das Wissen im Land.
arche noVa bietet Hilfe zur Selbsthilfe.
Trinkwasser für HAITI
arche noVa baut Wasserversorgung in Petit Goâve wieder auf
Erdbeben-Katastrophe
Eine verwüstete Metropole, ein Land in Not, Millionen Menschen ohne Bleibe – am 12. Januar 2010 erschüttert eine Serie von schweren Erdbeben den Karibikstaat Haiti. 80 Prozent aller Gebäude in der Hauptstadt Port-au-Prince und den benachbarten Orten überstehen die Erdstöße nicht. Unter den Trümmern sterben bis zu 220.000 Menschen. Unterkünfte und Wasser bleiben noch auf Monate das Hilfsthema Nummer eins.
Schnelle Nothilfe
Unmittelbar nach dem Erdbeben schickt arche noVa sechs Mitarbeiter und zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen in das Katastrophengebiet. Ihr Ziel: Humanitäre Soforthilfe und vor allem: das Bereitstellen von sauberem Wasser. „Mangel an Trinkwasser und schlimme Hygieneverhältnisse sind ein großes Risiko für der Überwindung der Notlage“, beurteilt Sven Seifert, Auslandsprogrammkoordinator von arche noVa, die Situation.
Entwicklungsperspektiven
Nach der ersten Katastrophenhilfe in einem Feldkrankenhaus und Flüchtlingslagern konzentriert sich arche noVa seit Mitte Februar auf die Wasserversorgung in Petit-Goâve. Trümmer prägen das Bild in der Küstenstadt , die direkt im Zentrum der verheerenden Erschütterungen lag. In enger Kooperation mit den Bündnispartnern von „Aktion Deutschland Hilft“ hat arche noVa ein umfassendes Versorgungskonzept für die Region erstellt. Dabei bringen die verschiedenen Hilfsorganisationen ihr spezifisches Fachwissen ein für den Bau von Notunterkünften, Wasser- und Sanitärversorgung sowie medizinische Maßnahmen. arche noVa plant neben der Trinkwasseraufbereitung den Bau von öffentlichen Toiletten sowie die Instandsetzung von Teilen des öffentlichen Wasserversorgungssystems, wie z.B. Brunnen und Quelleinfassungen, in den ländlichen Gebieten rund um die Küstenstadt.
Kinder im Mittelpunkt
Entsprechend den Erfahrungen aus anderen Projektregionen richtet arche noVa in und um Petit-Goâve erneut das Augenmerk auf die Wasserversorgung von öffentlichen Einrichtungen, speziell auch für Kinder. Es werden kostengünstige Filtersysteme aufgebaut sowie Toiletten und Waschplätze errichtet. Mit gezielten Schulungen und der Verteilung von Hygieneartikeln unterstützt arche noVa außerdem die betroffenen Menschen in ihrem Bemühen um Sauberkeit und Gesundheitsvorsorge.
„Es bleibt sehr viel zu tun“, so Sven Seifert, CEO und Auslandskoordinator von arche noVa, „wir richten uns auf viele Monate ein.“
arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V. setzt sich seit 1992 für Menschen ein, die durch Krisen, Naturkatastrophen oder mangelnde Chancen in Not geraten oder benachteiligt sind.
Damals starteten sechs Dresdner mit einem Sattelschlepper voller Hilfsgüter in die UN-Schutzzone im Nordirak, wo der Golfkrieg viel Elend hinterlassen hatte. Noch im selben Jahr wurde der Verein arche noVa – Initiative für Menschen in Not gegründet. Heute ist arche noVa eine anerkannte Hilfsorganisation, die weltweit Not- und Katastrophenhilfe leistet und die betroffenen Menschen im Rahmen längerfristiger Entwicklungszusammenarbeit beim Aufbau einer neuen Existenzgrundlage unterstützt.
„Hilfsgütertransporte machen wir nur noch selten – aber gehalten hat sich unser Glaube daran, dass wir nur helfen können, wenn wir die Empfänger der Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme mit einbeziehen. Hinzugekommen ist die Erkenntnis: Es gibt nichts Wichtigeres, als sauberes Wasser. Der Wasserversorgung widmen sich daher die meisten unserer Projekte – ob wir im Irak Wasserfilter aus landesüblichen Tonkrügen entwickeln, im Kosovokrieg vergiftete oder vom Tsunami verwüstete Brunnen reinigen, abgelegene Bergregionen in Pakistan oder ländliche Gebiete in Uganda mit Brunnen und Wassersystemen ausstatten oder nach den Bürgerkriegen im Kongo und in Sri Lanka beim Wiederaufbau der Schulen die Wasserversorgung übernehmen.“
Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit
In der humanitären Hilfe setzt sich arche noVa für Menschen in akuten Notsituationen ein. Durch den Einsatz von Ärzte-Teams und die Verteilung von Medizin, Nahrungsmitteln, Notunterkünften, Decken und Hygieneartikel leistet arche noVA im Katastrophenfall Nothilfe. In längerfristig angelegten Entwicklungsprogrammen unterstützt arche noVA Menschen beim Aufbau einer unabhängigen und selbst bestimmten Existenz. Schwerpunkte sind die Sicherstellung der Wasserversorgung, Bildung und Förderung wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Dabei arbeitet arche noVA mit lokalen Partnern und bezieht die Menschen vor Ort in Planung und Durchführung der Projekte ein.
Wasser und Hygiene
arche noVA unterstützt die betroffene Bevölkerung beim (Wieder-) Aufbau einer stabilen Wasserversorgung. In begleitenden Hygieneprogrammen lernen die Menschen, den nachhaltigen Umgang mit Wasser und den sanitären Anlagen.
Mikrokredite
Zusammen mit lokalen Partnern entwickelte arche noVA eigene Mikrokreditprogramme, die Bedürftigen den Schritt aus der Abhängigkeit von fremder Hilfe in die wirtschaftliche Selbständigkeit ermöglichen.
Bildung und Ausbildung
Durch Ausbildungsprogramme unterstützt arche noVA Menschen beim Aufbau von eigenständigen Existenzen, insbesondere benachteiligte Gruppen wie allein stehende Frauen mit Kindern. Durch den Bau von Schulen sorgt arche noVA für bessere Bildungschancen und damit für die Zukunft von Kindern.
Entwicklungspolitische Bildung
Unter dem Motto „Eine Welt = Deine Welt“ werden fächerübergreifende Projekttage an Schulen angeboten. Themen sind humanitäre Hilfe, internationale Konflikte, Nachhaltigkeit, Toleranz, Globalisierung und Welthandel. Ziel ist, junge Menschen für Probleme und Ungleichheiten in einer globalisierten Welt zu sensibilisieren und zum handeln zu motivieren.
Finanzierung der Projekte
Zur Projektfinanzierung werden Fördermittel bei Geberorganisationen (z.B. Auswärtiges Amt, UN) beantragt. Um diese Fördermittel zu erhalten, ist arche noVA auf Spendengelder angewiesen, mit denen der notwendige Eigenanteil in Höhe von 10 – 20% des Projektvolumens erbracht wird. arche noVa e.V. ist Träger des DZI-Spendensiegels für vorbildliche Transparenz und Effektivität bei der Verwendung von Spendengeldern.
Kontakt:
arche noVa - Initiative für Menschen in Not e.V.
Schützengasse 18
01067 Dresden
Tel. 0351/49 43 590
Fax. 0351/19 43 599






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